Technische Übung

Schere, Spreizer, Stab-Fast

Am 20. Juni wurde eine technische Übung durchgeführt, um unsere aktiven Kameraden im Umgang mit dem hydraulischen Rettungssatz und der richtigen Verwendung des Stab-Fast zu schulen. Alle diese Geräte kommen bei Verkehrsunfällen immer wieder zum Einsatz und müssen - um schnelle und professionelle Hilfe gewährleisten zu können - natürlich in regelmäßigen Abständen beübt werden.

Der hydraulische Rettungssatz, bestehend aus Spreizer und Rettungsschere, wird hauptsächlich zum Öffnen von verunfallten Fahrzeugen und damit zur Rettung von möglicherweise eingeklemmten Insassen verwendet, wenn ein konventioneller Zugang zum Fahrzeug aufgrund von Deformation o.ä. nicht mehr möglich ist. Die Kameraden beübten im Zuge der Übung vor allem das Entfernen von Türen, Freimachen des Fußraumes und das Öffnen des Fahrzeugdaches.

Das Stab-Fast ist eine schnelle und äußerst sichere Variante zum Stabilisieren eines Unfallfahrzeuges. Bevor bei Verkehrsunfällen die Menschenrettung durchgeführt werden kann, müssen die verunfallten Fahrzeuge zum Schutze der möglicherweisen verletzten Insassen, aber auch der Einsatzkräfte ausreichend gesichert werden. Da sich Unfallfahrzeuge beim Eintreffen der Einsatzkräfte oftmals in sehr ungünstigen Positionen oder Schräglagen befinden, wird, wenn herkömmliche Methoden nicht mehr ausreichen, zur Sicherung das Stab-Fast verwendet.

Abseits dieser Geräte wurde sowohl theoretisch als auch praktisch auf diverse Glasschneidetechniken eingegangen, da durch das Entfernen der Tür- oder Windschutzscheiben der Weg für den Einsatz des hydraulischen Rettungssatzes geebnet wird.

Von großer Wichtigkeit bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden kann oftmals der Einsatz eines inneren Retters sein, der im Fahrzeuginneren verletzte Insassen bis zur weiteren Versorgung beruhigt und betreut, weshalb seitens der Übungsleitung speziell auf dieses Thema besonderes Augenmerk gelegt wurde.

Wir bedanken uns bei Kam. Salchenegger für die Zurverfügungstellung des Übungsfahrzeuges und bei der Fa. Koman für die Möglichkeit zur Nutzung des Firmengeländes.

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